Diabetes ist eine chronische Erkrankung, bei der der Glukose- bzw. Zuckerspiegel im Blut zu hoch wird. Glukose versorgt den Körper mit Energie, während Insulin dabei hilft, sie aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Bei Diabetes produziert der Körper nicht genug Insulin, kann es nicht effektiv verwerten – oder beides.
Die Ursache hängt von der Art des Diabetes ab. Typ-1-Diabetes tritt auf, wenn das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen angreift. Typ-2-Diabetes entsteht, wenn der Körper insulinresistent wird und nach und nach Schwierigkeiten hat, genug Insulin zu produzieren. Schwangerschaftsdiabetes hängt mit hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft zusammen. Diabetes wird nicht einfach dadurch verursacht, dass man zu viel Zucker isst.
Der Blutzuckerspiegel kann durch Essen, körperliche Aktivität, Medikamente, Stress, Schlaf, Krankheiten, Hormone und Alkohol beeinflusst werden. Dieselbe Mahlzeit oder Aktivität führt nicht immer zum gleichen Ergebnis, was Diabetes oft unvorhersehbar erscheinen lässt.
Wenn du deinen Blutzucker zusammen mit deinen Mahlzeiten, deiner körperlichen Aktivität, deinen Medikamenten und deinen Symptomen im Blick behältst, kannst du persönliche Muster erkennen, ohne jeden unerwarteten Messwert gleich als Misserfolg zu werten.
Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper nur wenig oder gar kein Insulin produziert. Menschen mit Typ-1-Diabetes brauchen jeden Tag Insulin.
Typ-2-Diabetes tritt auf, wenn der Körper Insulin nicht effektiv verwertet oder nicht genug davon produziert. Es ist die häufigste Form und kann in jedem Alter auftreten.
Schwangerschaftsdiabetes tritt während der Schwangerschaft auf und bessert sich in der Regel nach der Entbindung, erhöht jedoch das spätere Risiko für Typ-2-Diabetes.
Zu den selteneren Formen zählen monogener Diabetes, Diabetes aufgrund von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie Diabetes, der mit bestimmten Medikamenten oder Hormonstörungen zusammenhängt.
Prädiabetes bedeutet, dass der Blutzucker höher ist als erwartet, aber noch nicht im Diabetesbereich liegt. Es erhöht das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, obwohl Änderungen des Lebensstils und eine angemessene medizinische Betreuung dazu beitragen können, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verzögern.
Die Behandlung hängt von der Art des Diabetes, dem Blutzuckerverlauf, anderen Erkrankungen und den persönlichen Bedürfnissen ab. Sie kann Insulin, Tabletten, andere injizierbare Medikamente, Ernährungsunterstützung, körperliche Aktivität und Blutzuckermessungen umfassen.
Jeder mit Typ-1-Diabetes braucht Insulin. Manche Menschen mit Typ-2-Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes brauchen möglicherweise ebenfalls Insulin, während andere ihren Blutzucker mit anderen Medikamenten oder durch eine angepasste Lebensweise regulieren. Die Behandlung kann sich im Laufe der Zeit ändern.
Das Leben mit Diabetes bedeutet oft, immer wieder Entscheidungen über Ernährung, Bewegung, Medikamente und Blutzuckerwerte treffen zu müssen. Es gibt keinen einheitlichen Ernährungs- oder Bewegungsplan, der für alle gleichermaßen funktioniert.
Regelmäßige Arzttermine, die vereinbarte Einnahme von Medikamenten und die Beobachtung der Blutzuckerwerte können den Alltag erleichtern. Auch technische Hilfsmittel für Diabetiker, wie zum Beispiel kontinuierliche Blutzuckermessgeräte und Insulinpumpen, können manchen Menschen helfen.
Typ-1-Diabetes kann mit einer genetischen Veranlagung und einer familiären Vorbelastung zusammenhängen, aber es gibt derzeit keine bewährte Methode, um ihn zu verhindern.
Zu den Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes zählen familiäre Vorbelastung, zunehmendes Alter, Prädiabetes, mangelnde körperliche Aktivität, Übergewicht oder Adipositas, das polyzystische Ovarialsyndrom und eine frühere Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, bedeuten aber nicht, dass eine Person definitiv Diabetes entwickeln wird.
Zu den Symptomen können vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, gesteigerter Hunger, Müdigkeit, verschwommenes Sehen, unerklärlicher Gewichtsverlust, schlecht heilende Wunden und häufige Infektionen gehören. Manche Menschen verspüren außerdem Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Händen oder Füßen.
Die Symptome von Typ 1 können schnell auftreten, während sich Typ 2 allmählich entwickeln kann, mit wenigen oder gar keinen erkennbaren Symptomen.
Diabetes wird mithilfe von Bluttests diagnostiziert, bei denen der Blutzuckerspiegel gemessen wird. Dazu können ein HbA1c-Test, ein Nüchternblutzuckertest, ein Glukosetoleranztest oder bei Vorliegen von Symptomen ein Stichproben-Blutzuckertest gehören.
Manchmal sind zusätzliche Tests nötig, um festzustellen, welche Art von Diabetes bei einer Person vorliegt. Blutzuckermessgeräte für zu Hause und kontinuierliche Blutzuckermessgeräte können die Behandlung unterstützen, reichen aber allein nicht aus, um eine Diagnose zu bestätigen.
Stell deine Fragen, lerne dazu und erhalte Antworten, die deine Geschichte und deine aktuelle Situation berücksichtigen, geprägt von Tausenden, die das schon durchgemacht haben.

Ausgehend von deiner Vorgeschichte und den Erfahrungen anderer in ähnlicher Situation könnte Folgendes helfen...
PCOS • Insulinresistenz • 2 frühere Laboruntersuchungen



