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Was du über Morbus Crohn

Grundlegende Informationen zu Ursachen, Arten, Symptomen, Behandlung und Diagnose – zusammengestellt auf der Grundlage medizinischer Leitlinien und von unseren hauseigenen Ärzten geprüft. Öffne die Abschnitte, die auf dich zutreffen.

Was ist mama health?

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine chronische entzündliche Darmerkrankung, die Entzündungen im Verdauungstrakt verursacht. Sie kann jeden Bereich vom Mund bis zum After betreffen, am häufigsten sind jedoch das Ende des Dünndarms und der Anfang des Dickdarms betroffen. Die Symptome wechseln oft zwischen akuten Schüben und Phasen der Remission. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die beiden Hauptformen der entzündlichen Darmerkrankungen; sie unterscheiden sich darin, wo die Entzündung auftritt und wie tief sie in die Darmwand hineinreicht.

Was sind die Ursachen für Morbus Crohn?

Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass Morbus Crohn entsteht, wenn eine abnormale Immunreaktion eine anhaltende Entzündung im Verdauungstrakt auslöst. Genetische Faktoren, Umweltfaktoren und Veränderungen im Darmmikrobiom können alle dazu beitragen. Die Krankheit wird weder durch Stress noch durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel verursacht.

Leben mit Morbus Crohn

Dringlichkeit, Schmerzen und Müdigkeit können sich auf Arbeit, Ausbildung, Beziehungen, Reisen und soziale Aktivitäten auswirken. Die Planung von Toilettengängen, das Mitführen von Hilfsmitteln und das Einplanen von Ruhepausen bei anstrengenden Aktivitäten können manche Situationen erleichtern. Die Müdigkeit wird oft unterschätzt, und der Leitfaden von mama health zum Thema „Müdigkeit, die mehr ist als gewöhnliche Erschöpfung“ erklärt, warum sie bei entzündlichen Erkrankungen auftritt.

Ein Protokoll über Stuhlgang, Schmerzen, Blutungen, Müdigkeit, Ernährung, Medikamente und Symptome außerhalb des Darms hilft dabei, Veränderungen zu erkennen und sich auf Termine vorzubereiten. Dieses Protokoll kannst du an einem Ort in der App „ mama health “ führen – einer kostenlosen App zum Thema Morbus Crohn, die in Zusammenarbeit mit unseren hauseigenen Ärzten entwickelt wurde.

Arten von Morbus Crohn

Morbus Crohn wird je nach dem betroffenen Abschnitt des Verdauungstrakts klassifiziert.

Eine Ileitis betrifft den Endabschnitt des Dünndarms.

Eine Ileokolitis betrifft sowohl diesen Bereich als auch den Dickdarm.

Die Crohn-Kolitis betrifft nur den Dickdarm.

Die gastroduodenale Crohn-Erkrankung betrifft den Magen und den oberen Dünndarm, während die Jejunoileitis Bereiche des Dünndarms betrifft. Beide Formen treten seltener auf.

Bei manchen Menschen tritt Morbus Crohn auch im Bereich des Anus auf, unter anderem in Form von Fisteln, Abszessen oder Geschwüren.

Wie wird Morbus Crohn behandelt?

Die Behandlung zielt darauf ab, Entzündungen zu lindern, die Symptome zu kontrollieren und die Remission aufrechtzuerhalten. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören unter anderem kurze Therapien mit Kortikosteroiden, Immunsuppressiva, Biologika und gezielte orale Medikamente.

Die am besten geeignete Behandlung hängt davon ab, wo die Entzündung sitzt, wie schwerwiegend sie ist und welche Behandlungen bereits ausprobiert wurden. Medikamente können Morbus Crohn zwar unter Kontrolle halten, heilen ihn aber derzeit noch nicht. Fragen, die zwischen den Terminen aufkommen, kannst du über mama health stellen – das ist eine kostenlose Selbsthilfeseite zum Thema Morbus Crohn, die auf medizinischer Wissenschaft und den Erfahrungen anderer basiert.

Operationen bei Morbus Crohn

Bei Verstopfungen, Fisteln, Abszessen, starken Blutungen oder Entzündungen, die sich mit Medikamenten nicht bessern, kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Dabei wird in der Regel der betroffene Darmabschnitt entfernt oder wiederhergestellt.

Anders als bei einer Operation wegen Colitis ulcerosa kann Morbus Crohn durch einen chirurgischen Eingriff nicht geheilt werden, da die Entzündung später an einer anderen Stelle des Verdauungstrakts wieder auftreten kann. Eine fortgesetzte Behandlung und Überwachung kann daher weiterhin erforderlich sein.

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken?

Jeder kann an Morbus Crohn erkranken, auch wenn die Erkrankung oft im Jugendalter oder im frühen Erwachsenenalter beginnt. Wenn ein Elternteil oder Geschwisterkind an einer entzündlichen Darmerkrankung leidet, ist das Risiko erhöht. Rauchen erhöht das Risiko ebenfalls und kann zu schwereren Entzündungen beitragen. Genetische Faktoren beeinflussen die Anfälligkeit, aber die Familienanamnese kann nicht mit Sicherheit vorhersagen, wer an der Erkrankung erkranken wird.

Eine lang anhaltende Entzündung kann zu einer Verengung des Darms führen, die als Striktur bezeichnet wird und einen Darmverschluss zur Folge haben kann. Morbus Crohn kann außerdem Fisteln, Abszesse, Analfissuren, Geschwüre, Blutungen und Unterernährung verursachen. Menschen mit Morbus Crohn, bei denen der Dickdarm betroffen ist, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs, insbesondere nach vielen Jahren. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, Entzündungen und andere Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Was sind die Symptome von Morbus Crohn?

Zu den typischen Symptomen gehören anhaltender Durchfall, Bauchschmerzen, Krämpfe, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Bei manchen Menschen treten außerdem Blut im Stuhl, ein dringender Stuhldrang, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Appetit oder Fieber auf. Die Symptome variieren je nach Ort und Schweregrad der Entzündung, und bei Kindern können zudem Wachstumsstörungen, eine verzögerte Pubertät oder Schwierigkeiten bei der Gewichtszunahme auftreten.

Morbus Crohn kann auch andere Bereiche des Körpers betreffen. Manche Betroffene leiden unter schmerzhaften oder geschwollenen Gelenken, Mundgeschwüren, geröteten Augen, Hautveränderungen oder Problemen mit der Leber, den Gallengängen oder den Nieren. Diese Symptome können während eines Darmschubs auftreten oder sich unabhängig davon entwickeln. Auch Müdigkeit, Blutarmut, Angstzustände und Niedergeschlagenheit können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen.

Wie wird Morbus Crohn diagnostiziert?

Zur Diagnose gehören in der Regel ein Gespräch über die Symptome und die Krankengeschichte, gefolgt von Blut- und Stuhluntersuchungen, mit denen nach Entzündungen, Anämie und Infektionen gesucht wird.

Oft ist eine Koloskopie oder eine andere Form der Endoskopie mit Gewebeproben erforderlich. Auch bildgebende Untersuchungen wie MRT- oder CT-Scans können eingesetzt werden, um Bereiche des Dünndarms zu untersuchen und Komplikationen zu erkennen. Befunde, Briefe und Rezepte lassen sich in der App „ mama health “, einer kostenlosen App zur Unterstützung bei Morbus Crohn, in einfacher Sprache nachlesen.

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Häufig gestellte Fragen

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