Atopische Dermatitis (AD) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch starken Juckreiz, trockene Haut und wiederkehrende Ekzeme gekennzeichnet ist. Sie beginnt oft schon im Kindesalter, kann sich aber in jedem Alter entwickeln oder fortbestehen.
Die Krankheit verläuft in Schüben, mit Phasen relativer Besserung und erneuten Schüben. Atopische Dermatitis ist nicht ansteckend und kann den Schlaf, die Schule, die Arbeit, die psychische Gesundheit und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Atopische Dermatitis entsteht durch eine Kombination aus einer gestörten Hautbarriere, einer Fehlregulation des Immunsystems, genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen. Eine verminderte Barrierefunktion führt zu Feuchtigkeitsverlust und erhöht das Eindringen von Reizstoffen, Allergenen und Mikroben.
Schübe können durch trockenes Wetter, Hitze, Schwitzen, Duftstoffe, aggressive Reinigungsmittel, bestimmte Textilien, Stress, Infektionen und Kratzen verschlimmert werden. Eine Nahrungsmittelallergie kann gleichzeitig auftreten, vor allem bei kleinen Kindern mit schwerer Erkrankung, ist aber nicht die übliche Ursache für Ekzeme.
Die Diagnose stützt sich auf den typischen Juckreiz, das Erscheinungsbild und die Verteilung des Ausschlags, den chronischen oder rezidivierenden Verlauf sowie begleitende atopische Merkmale. Es gibt keinen einzelnen diagnostischen Bluttest; bei Verdacht auf eine Kontaktallergie, eine Infektion oder eine andere Hauterkrankung können Patch-Tests oder andere Untersuchungen durchgeführt werden.
Zur Grundbehandlung gehören die tägliche Feuchtigkeitspflege, schonendes Baden, die Vermeidung von Auslösern sowie eine topische entzündungshemmende Therapie, beispielsweise mit Kortikosteroiden, Calcineurin-Hemmern oder anderen nichtsteroidalen Wirkstoffen. Bei bestimmten Patienten können auch die Nasswickeltherapie und die Phototherapie helfen.
Bei mittelschwerem bis schwerem Krankheitsverlauf können biologische Medikamente oder orale, zielgerichtete Immuntherapien erforderlich sein. Die Behandlungspläne sollten eine Erhaltungstherapie, Anweisungen für den Umgang mit Schüben, das Infektionsmanagement und die Überwachung der Medikamentenwirkung umfassen.
Trag mindestens einmal täglich und kurz nach dem Baden eine parfümfreie Feuchtigkeitscreme auf. Verwende lauwarmes Wasser, milde Reinigungsmittel nur dort, wo es nötig ist, atmungsaktive Kleidung und setz bei einem Schub frühzeitig die verschriebene entzündungshemmende Behandlung ein.
Schlafstörungen und Kratzen können einen sich selbst verstärkenden Kreislauf auslösen. Kurze Krallen, kühle Kompressen, eine angemessene Behandlung des nächtlichen Juckreizes sowie die Bewältigung von Stress oder Ängsten können Hautschäden verringern.
Suche dringend einen Arzt auf, wenn du schnell um sich greifende, schmerzhafte Hautveränderungen, Fieber, Gruppen gleichförmiger Bläschen, stanzförmige Erosionen, eine Beteiligung der Augen, ausgedehnte Eiterbildung oder Krustenbildung oder eine deutliche Schwellung feststellst. Diese Anzeichen können auf ein Ekzem herpeticum oder eine schwere bakterielle Infektion hindeuten.
Atopische Dermatitis lässt sich oft gut unter Kontrolle halten, erfordert aber möglicherweise eine langfristige Behandlung. Bei vielen Kindern bessert sich der Zustand mit zunehmendem Alter, während bei manchen die Erkrankung bis ins Erwachsenenalter andauert oder sich ein Hand-, Gesichts- oder berufsbedingtes Ekzem entwickelt.
Zu den Risikofaktoren zählen eine persönliche oder familiäre Vorgeschichte von atopischer Dermatitis, Asthma oder allergischer Rhinitis; Varianten des Filaggrin-Gens und anderer Gene, die die Hautbarriere beeinflussen; trockene oder empfindliche Haut; städtische oder verschmutzte Umgebungen; sowie häufiger Kontakt mit Reizstoffen. Zu den Komplikationen gehören bakterielle oder virale Hautinfektionen, Schlafstörungen, Angstzustände oder Depressionen, Augenerkrankungen, Kontaktallergien und Nebenwirkungen durch eine ungeeignete Behandlung.
Zu den Symptomen gehören starker Juckreiz, trockene und empfindliche Haut, rote oder verfärbte Stellen, Schuppenbildung, Risse, kleine Beulen, Nässen oder Krustenbildung während Schüben sowie eine durch chronisches Kratzen verdickte Haut. Die Verteilung variiert je nach Alter und kann das Gesicht, den Hals, die Hände, die Handgelenke, die Knöchel sowie die Ellenbogen- und Kniekehlen betreffen.
Ein Arzt diagnostiziert atopische Dermatitis, indem er Juckreiz, das Alter bei Ausbruch, den Verlauf der Schübe, die Familienanamnese, Auslöser, das Ansprechen auf die Behandlung und die charakteristische Verteilung des Ekzems berücksichtigt. Bei der Untersuchung wird außerdem auf Infektionen, Lichenifikation, Augenbeteiligung und andere atopische Erkrankungen geachtet.
Allergie-Bluttests sind nicht routinemäßig erforderlich und reichen allein nicht aus, um die Erkrankung zu diagnostizieren. Mit Patch-Tests lässt sich eine gleichzeitig bestehende allergische Kontaktdermatitis feststellen, während Abstriche, Hautabschabungen oder Biopsien nur bei Verdacht auf eine Infektion oder eine alternative Diagnose zum Einsatz kommen.
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Ausgehend von deiner Vorgeschichte und den Erfahrungen anderer in ähnlicher Situation könnte Folgendes helfen...
PCOS • Insulinresistenz • 2 frühere Laboruntersuchungen



