Endometriose entschlüsseln: Herausforderungen und Methoden bei der Diagnose verstehen

Dr. Jonas Witt
Medizinerin
4 Min.
-
9. September 2026
Inhaltsverzeichnis

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Endometriose entschlüsseln: Herausforderungen und Methoden bei der Diagnose verstehen

Endometriose ist eine weit verbreitete gynäkologische Erkrankung, von der etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind und die häufig chronische Beckenschmerzen und Unfruchtbarkeit verursacht. Trotz der hohen Prävalenz ist die Diagnose der Endometriose nach wie vor schwierig und dauert aufgrund der vielfältigen und unspezifischen Symptome oft mehrere Jahre.

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Karins diagnostische Reise

‍Karin
Gaudet-Asmus' Erfahrungen stehen stellvertretend für die diagnostischen Herausforderungen der Endometriose. Angefangen mit starken Menstruationsschmerzen im Alter von 16 Jahren bis hin zu chronischen Magen-Darm-Problemen und Schulterschmerzen in ihren Zwanzigern hatte sie mit zahlreichen Fehldiagnosen zu kämpfen, darunter Allergien, Reizdarmsyndrom und polyzystisches Ovarialsyndrom. Erst nach jahrelangem Leiden und einer Gallenblaseninfektion in der Mayo-Klinik in Phoenix wurde bei ihr mit 39 Jahren die richtige Diagnose Endometriose gestellt.

Diagnostische Herausforderungen und Mechanismen

‍Die
Symptome der Endometrioseüberschneiden sich oft mit anderen Erkrankungen wie Myomen, Reizdarmsyndrom und Harnwegsinfektionen, so dass es für Ärzte schwierig ist, die richtige Diagnose zu stellen. Falsche Vorstellungen und unzureichende Ausbildung der Gynäkologen tragen zu diesen Verzögerungen bei. Dr. Nicole Donnellan weist zum Beispiel darauf hin, dass viele Ärzte fälschlicherweise davon ausgehen, dass Endometrioseherde immer dunkel sind, während sie eine unterschiedliche Farbe haben können.

Es gibt mehrere Theorien zur Erklärung der Entstehung von Endometriose:

  • Retrograde Menstruation: Das Menstruationsblut fließt rückwärts durch die Eileiter und lagert Endometriumzellen in der Beckenhöhle ab.
  • Coelomische Metaplasie: Peritonealzellen verwandeln sich aufgrund einer Entzündung oder Verletzung in endometriumähnliche Zellen.
  • Lymphatische und vaskuläre Ausbreitung: Endometriumgewebe breitet sich über das Lymph- oder Gefäßsystem aus.
  • Chirurgische Implantation: Bei chirurgischen Eingriffen an der Gebärmutter wird versehentlich Endometriumgewebe übertragen.

Zu den Risikofaktoren gehören eine frühe Menarche, kurze Menstruationszyklen und eine genetische Veranlagung.

NICE-Diagnoseempfehlungen

‍Das
National Institute for Health and Care Excellence (NICE)bietet einen strukturierten Ansatz für die Diagnose der Endometriose:

  1. Klinischer Verdacht: Ziehe eine Endometriose bei Frauen mit chronischen Beckenschmerzen, schwerer Dysmenorrhoe, starken Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, gastrointestinalen oder urologischen Symptomen während der Menstruation oder Unfruchtbarkeit in Betracht.
  2. Bildgebende Diagnostik: Verwende transvaginalen oder transabdominalen Beckenultraschall und Becken-MRT, um Endometriose zu erkennen und ihr Ausmaß zu beurteilen.
  3. Laboruntersuchungen: Erhöhte CA-125-Werte können auf Endometriose hinweisen, obwohl normale Werte die Erkrankung nicht ausschließen.
  4. Diagnostische Laparoskopie: Direkte Visualisierung und Beurteilung von Läsionen, die als Goldstandard gelten, wenn nicht-invasive Tests nicht schlüssig sind.

Eine frühzeitige und genaue Diagnose ist entscheidend für eine wirksame Behandlung der Endometriose, die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Frauen.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar.

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Quellen

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